Digitalisierung des Anlagemarktes

Die Beliebtheit von alternativen Geldanlageformen ist in den letzten Jahren durch die Digitalisierung des Anlagemarktes und der Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank deutlich gestiegen. Privatanleger suchen verzweifelt nach neuen Möglichkeiten ihr Kapital gewinnbringend auf den Kapitalmärkten oder aber durch Direktinvestitionen in innovative Anlagemodelle zu investieren. Diese Entwicklung hat Raum gegeben, dass digitale Anlagemarktplätze entstehen konnten, weil zum einen die technischen Möglichkeiten vorhanden sind und zum anderen das Interesse und die Experimentierfreudigkeit der Anleger, sich auf Neues einzulassen, für schnelles Wachstum gesorgt hat. Die FinTech Szene bietet heute zahlreiche Möglichkeiten, wie Privatanleger digital mit etablierten Akteuren (Banken, etc.) interagieren können oder ihr Geld mittels digitalen Intermediären anlegen können.

Beispiele:

  • Festgeldanlage im europäischen Ausland mit Einlagensicherung bis 100.000€
  • Geldanlage in ETFs durch Robo-Advisors
  • Direktinvestitionen mittels Crowdinvesting Plattformen in ausgewählte Projekte mit fester Laufzeit und Rendite

Die Funktionsweise von Festgeldkonten ist weitesgehend bekannt. Dass dies nun auch durch Internetplattformen im Ausland möglich ist, klingt attraktiv und leicht verständlich. Durch die Einlagensicherung der Landesbanken können sich die Anbieter auf ein höheres Vertrauenssignal berufen, was zu einer hohen Akzeptanz der Anleger führt.

Die Vorteile dieser Anlageform liegen also auf der Hand:

  • Einlagensicherung bis 100.000€
  • Einfache digitale Abwicklung (nicht einmal mehr Post-Ident nötig)
  • Moderate Laufzeiten (1-5 Jahre)
  • Zinsvorteil gegenüber deutschen Festgeldkonten
  • Digitale Anbieter von Festgeldkonten im Ausland sind Savedo.de, Weltsparen.de und Zinspilot.de.

Exchanged Traded Funds (ETFs) bilden die Kursschwankungen am Aktienmarkt ab, indem sie sich parallel zum Basisindex, welcher in Deutschland der DAX ist, entwickeln. Wenn der DAX-Index steigt, dann steigt also auch der Wert eines DAX-ETF- Portfolios. Der Erwerb von Anteilen eines ETF Investmentfonds geht entweder klassisch über die Hausbank oder Finanzberater, oder aber digital über sogenannte Robo-Advisors. Wenn Sie in ETFs investieren möchten, sollten Sie einen langfristigen Anlagezeitraum von 5-15 Jahren verfolgen, um etwaige Kursschwankungen ausgleichen zu können.

Die Geldanlage in ETFs hat folgende Vorteile:

  • Marktentwicklung abbilden: ohne aktives Management (d.h. weniger Gebühren) kann die Wertentwicklung des DAX erreicht werden
  • Handelbarkeit: ETF-Anteile sind genauso wie Aktien an den Börsenmärkten handelbar und können damit zu jeder Zeit gekauft oder verkauft werden

Digitale Anbieter von ETF-Portfolios sind zum Beispiel Whitebox und Scalable Capital. Eine Übersicht aller Anbieter finden Sie auf Robo-Advisor.de.

Crowdinvesting Plattformen ermöglichen Anlegern in größere Projekte zu investieren, die sie mit ihren eigenen finanziellen Mitteln und Zugängen nicht erschließen könnten. Es handelt sich dabei um eine Form der Schwarmfinanzierung, da sich viele kleine Parteien bündeln und gemeinsam eine größere Summe Geld für ein Vorhaben aufbringen. Jede Crowdinvesting Plattform hat eigenen Kriterien für die Auswahl von Investitionsprojekten. Jedes Projekt ist ebenso einzigartig und bedarf der genauen Untersuchung bevor eine Anlageentscheidung getätigt wird.
Eine Übersicht über alle Anbieter finden Sie in unserer Plattformübersicht.

Die beiden erstgenannten digitalen Anlageformen sollten im Rahmen dieses Artikels kurz vorgestellt werden. Im Grunde haben sie sich durch die Digitalisierung im Wesen kaum verändert, sondern stellen für den Anleger lediglich neue Kaufkanäle dar. Wir möchten uns mit Crowdinvesting.de, hauptsächlich auf die Möglichkeiten der Geldanlage mittels Crowdinvesting fokussieren, Ihnen aber auch andere spannende Entwicklungen der FinTech Szene mitteilen. In unserem kommenden Artikel erfahren Sie mehr darüber, was unsere Leser erwarten dürfen.